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100 Mio. US-Dollar für Phenex

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Die Ludwigshafener Phenex Pharmaceuticals AG erhält von Gilead Sciences Inc. eine Meilensteinzahlung in Höhe von 100 Mio. US-Dollar.

Im Dezember 2014 hatte Phenex das Entwicklungsprogramm GS-9674, ein Wirkstoff gegen die Lebererkrankung Steatohepatitis, an die kalifornische Firma Gilead verkauft. Inklusive der vereinbarten Meilensteinzahlungen war von einem Betrag von 470 Mio. US-Dollar die Rede. 100 Mio. US-Dollar davon stehen den Ludwigshafenern nun zu, da Gilead im vergangenen Monat drei Phase II-Studien (NCT02854605, NCT02943447, NCT02943460) mit dem Wirkstoff, einem Agonisten des Farnesoid-X-Rezeptors, begonnen hat.

Damit zahlte Gilead rund die Hälfte der vereinbarten Summe. Denn schon im vergangenen Jahr, als nach 18-monatiger gemeinsamer Forschung und Entwicklung mit Phenex Phase I-Studien begannen, flossen Meilensteinzahlungen, die aber nicht öffentlich gemacht wurden. Die nächste, letzte und größte Marge könnte Phenex zu Beginn der Phase III erwarten, die gemessen an der Laufzeit der Phase II-Studien jedoch nicht vor 2018/2019 starten dürfte.

Das Kapital gehe nun einerseits an die Investoren, werde aber vor allem in neue Medikamentenentwicklungsprogramme im Bereich Leber-, Magen-Darm- und Krebs-Erkrankungen investiert, sagte Claus Kremoser, CEO von Phenex, im Gespräch mit |transkript.de. „Im Bereich der Onkologie haben wir ein paar interessante neue Ansätze, die nicht alle machen.“ Dafür wolle Phenex auch die Mitarbeiterzahl, derzeit 25, erhöhen und sich räumlich erweitern. „Die ersten zwei Projekte sind so weit, dass der Start der klinischen Entwicklung bereits absehbar ist“, so Kremoser. Dabei habe man ganz bewusst keine Fremdprojekte einlizenziert, sondern baue auf die eigene Forschung. „Unser nächstes großes Ziel ist es, einen Wirkstoff aus der Forschung bis hin zur Zulassung und Vermarktung zu entwickeln“, sagt Kremoser. „Wir sind jetzt in einer Position, in der wir dieses Ziel mit einiger Sicherheit erreichen können.“ Zunächst will Kremoser aber feiern: Die große Party für Mitarbeiter und Investoren ist bereits beschlossene Sache.

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