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Bioökonomierat stellt sich hinter Hightech-Strategie

© Bioökonomierat/Stolzenberg

Neben der Digitalisierung ist die Biologisierung der Industrie eine wichtige Triebfeder für Fortschritt. Diese zentrale Erkenntnis des Hightech-Forums zur deutschen Innovationspolitik wird auch vom Bioökonomierat geteilt.

Der Bioökonomierat berät die Bundesregierung bei der Umsetzung der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 auf dem Weg zu einer biobasierten Wirtschaft. Mitte Mai kommentierte das Gremium die Empfehlungen des Hightech-Forums zur deutschen Innovationspolitik. Der Rat begrüßte die Empfehlungen und sicherte seine Unterstützung zu. Das Hightech-Forum gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Die Bioökonomie wurde dabei als eines von sechs neuen Zukunftsthemen ausgemacht. „Da wir uns in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft weiterentwickeln wollen, ist die Bioökonomie so zentral. Sie schafft den Rahmen für eine intelligente Verknüpfung von Biologisierung und Digitalisierung der Wirtschaft“, sekundiert Joachim von Braun, der Ko-Vorsitzender des Bioökonomierates.

Braun weiter: „Damit erhält die nächste Bundesregierung einen klaren Arbeitsauftrag. Noch vor einem Jahrzehnt war die Bioökonomie ein Nischenthema. Wissenschaft und Vertreter von Gesellschaft und Wirtschaft sehen das inzwischen ganz anders. Unser Überleben, insbesondere unsere Ernährung, hängt von der Gesundheit der Natur und ihrer Ökosysteme ab.  Wir müssen lernen, diese zu regenerieren und gleichzeitig für innovative Produkte und Prozesse nachhaltig zu nutzen.“

Geleitet wird das aus 20 Experten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bestehende Hightech-Forum von Reimund Neugebauer, dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, und Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes. Am 16. Mai werden die Empfehlungen in Form der Publikation „Gute Ideen zur Wirkung bringen – Umsetzungsimpulse des Hightech-Forums zur Hightech-Strategie" offiziell der Bundesregierung überreicht. Die konkreten Empfehlungen sind aber bereits online verfügbar. Zum Beispiel raten die Experten des Hightech-Forum, dass die Erschließung neuer Proteinquellen (insbesondere durch Innovationen in der Pflanzenzüchtung), das Heben neuer Wachstumspotentiale durch die Bioökonomie und die Erfassung weiterer Abfall- und Reststoffe (inklusive der Erarbeitung neuer Recyclingkonzepte) höhere Priorität bei politischen Entscheidungen finden sollten.

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