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CRISPR wählt Maxcyte-Methode

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CRISPR Therapeutics und dessen Joint Venture mit Bayer, Casebia Therapeutics, setzen für ihre Therapieprojekte mit CRISPR-Genscheren auf eine US-Technologie: die Durchflusselektroporation von Maxcyte, Inc.

Für die nicht-exklusive, kommerzielle Lizenz zur Nutzung von Macxytes Elektroporationsmethode zahlen CRISPR Therapeutics (Basel, Schweiz) und Casebia Therapeutics (London, Großbritannien) Maxcyte Summen in ungenannter Höhe vorab und beim Erreichen bestimmter Meilensteine. Zudem wäre Maxcyte an den Erlösen beteiligt, falls es ein Projekt auf den Markt schafft. Mit dieser Abmachung erweitern die Partner einen bestehenden Lizenzdeal im Bereich Forschung und Entwicklung. Samarth Kulkarni, Chief Business Officer von CRISPR Therapeutics, lobte Maxcytes Technologie als „die führende Methode, um ex vivo Nukleinsäuren in Zellen zu schleusen“. Neben hoher Effizienz und Reproduzierbarkeit garantiere sie eine hohe Überlebensrate der transfizierten Zellen. CRISPR Therapeutics und Casebia Therapeutics wollen die CRISPR-Genscheren nutzen, um Mutationen zu korrigieren, die die Immunschwächekrankheit SCID und verschiedene Hämoglobin-Krankheiten auslösen. Dafür müssen die hämatopoetischen Stammzellen der betroffenen Patienten ex vivo behandelt werden.

Die an der Londoner Börse gehandelten Aktien von Maxcyte erreichten nach Bekanntgabe der Nachricht Mitte März einen Wert im Bereich des Höchstkurses von 300 britischen Pence. Damit sind sie mehr als viermal so viel wert wie beim Börsengang vor knapp einem Jahr (70 Pence). Die in Maryland in den USA beheimatete Firma wollte an die Londoner Börse, da sie auf dem Heimatmarkt nur „ein kleiner Fisch in einem großen Teich“ gewesen wäre. Die Durchflusselektroporatoren von Maxcyte sind in der Lage, Batches von bis zu 10 Milliarden Zellen in weniger als 30 Minuten zu transfizieren.

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