Nachrichten

Debiopharm mit positiver Phase II

FabI-Enzym aus S. aureus (© Caroline Kisker, Rudolf-Virchow-Zentrum, Würzburg)

Ein Antibiotikum der Schweizer Debiopharm-Gruppe hat in einer Phase II-Studie mit Staphylokokken-infizierten Patienten überzeugen können.

Von den insgesamt 330 Patienten, denen in der randomisierten, doppelblinden Studie unter anderem der Wirkstoff Debio 1450 oral oder intravenös verabreicht wurde, sprachen fast 95% innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden auf die Behandlung an. In der Vergleichsgruppe, die Vancomycin und Linezolid bekam, waren es nur 91%.

Die Ergebnisse seien „sehr ermutigend“, sagte Bertrand Ducrey, CEO der Lausanner Debiopharm. Debio 1450 habe sich als mindestens so wirksam wie derzeit verwendete Breitband-Antibiotika herausgestellt, könne aber durch den gezielten Angriff auf den Krankheitserreger die übrigen Mikroben schonen und so zur Lebensqualität der Patienten während und nach der Behandlung beitragen.

Debio 1450 ist ein Hemmstoff des bakteriellen Enzyms FabI, das in der Fettsäuresynthese von Staphylokokken und damit beim Aufbau der Zellwand eine wichtige Rolle spielt. Staphylokokken scheinen besonders anfällig auf eine Inhibierung von FabI zu reagieren, was den oral und intravenös verabreichbaren Wirkstoff von Debiopharm zur Behandlung von akuten bakteriellen Haut- und Unterhautinfektionen (ABSSSI) mit methicillin-sensitiven oder -resistenten Staphylokokken (MSSA, MRSA) einsetzbar macht.

 © transkript.de/sk