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Die besten Unis für Gründer gekürt

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Nixdorf-Stiftung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Stifterverband haben die Hochschulen mit der besten Gründerkultur gekürt. 

Wer in München, Lüneburg oder Leipzig studiert, wird am besten vorbereitet, nach dem Studium ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das ist das Ergebnis des diesjährigen Gründungsradars, der die Institute mit den besten Voraussetzungen für Firmengründungen in Deutschland auszeichnet. In der Kategorie „Große Hochschule mit mehr als 15.000 Studierenden“ gewannen die Hochschule München und die Technische Universität München. Die beste mittlere Hochschule mit weniger als 15.000 Studierenden ist die Leuphana Universität Lüneburg. Und die HHL Leipzig Graduate School of Management machte das Rennen als kleine Hochschule mit weniger als 5.000 Studierenden.

Laut Stifterverbandspräsident Andreas Barner haben fast alle teilnehmenden Hochschulen ihr Engagement in der Gründungsförderung seit 2012 verbessert, sei es im Bereich Gründungssensibilisierung und -unterstützung, institutionelle Verankerung oder Gründungsaktivitäten. „Nach wie vor werden aber 60 Prozent dieser Aktivitäten über eingeworbene Mittel finanziert“, kritisiert Barner und plädiert dafür, die Gründungsförderung zu einem größeren Anteil durch Grundfinanzierung abzusichern und in eine übergreifende Transfer- und Kooperationsstrategie einzubetten. „So könnten Gründungsaktivitäten aus den Hochschulen nachhaltig vorangetrieben werden, um neue Arbeitsplätze und Innovationen zu schaffen.“ Neben der Beibehaltung des EXIST-Programms des BMWi sollte die Politik nach Ansicht der Hochschulen und des Stifterverbands auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hochschulbeteiligungen an Gründungen vereinfachen.

Das EXIST-Programm habe bei der Verbesserung des Gründungsklimas an den Hochschulen einen „wichtigen Beitrag“ geleistet, so die neue Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Das belegen die guten Plazierungen der EXIST-Hochschulen im Gründungsradar.“ Künftig müsse die Förderpolitik auch diejenigen Hochschulen besser erreichen, die in diesem Bereich noch nicht ausreichend aktiv sind.

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