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Geld für Nabriva und Galenica

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Einen zweistelligen Millionen-US-Dollar-Betrag hat die chinesische Investmentfirma Ally Bridge Group (ABG) in die österreichische Nabriva Therapeutics AG sowie die Schweizer Galenica Ltd. investiert.

"Diese neuen Investitionen, zusammen mit unserem bisherigen Engagement in Adaptimmune in Großbritannien, stabilisieren unser europäisches Portfolio", sagte Frank Yu – Gründer, CEO und CIO von ABG. Das Investitionsvolumen der in Hongkong ansässigen ABG beträgt 1,5 Mrd. US-Dollar, womit unter anderem bereits Life-Sciences-Firmen wie Tesaro, ein auf Krebstherapien spezialisiertes Unternehmen aus Cambridge, Massachusetts, und der in Shanghai ansässige Forschungsdienstleister WuXi PharmaTech Inc. unterstützt wurden. Außerdem ist ABG an der deutsch-amerikanischen Pieris AG sowie an Cellectis und der Medtech SA in Frankreich beteiligt.

Die Nabriva AG hatte im September 2015 von sich reden gemacht, als sie mit dem Verkauf von ADR-Zertifikaten (so genannten American Depositary Shares) an der New Yorker Nasdaq umgerechnet 80 Mio. Euro einnahm. Das Geld investierten die Wiener in die Finanzierung von Phase III-Studien ihres am weitesten entwickelten Projekts Lefamulin, eines neuartigen Antibiotikums der Pleuromutilin-Klasse. Ergebnisse der Studien, in denen das oral und intravenös verabreichbare Antibiotikum an Patienten mit bakterieller Lungenentzündung (community-acquired bacterial pneumonia, CABP) getestet wird, werden noch in diesem Jahr erwartet.

Die Berner Galenica-Gruppe tritt im Pharmabereich durch die Tochterfirma Vifor Pharma Ltd. auf, einem der Marktführer für eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel, der aber auch spezialisiert auf die Behandlung chronischer Nierenerkrankungen ist und in der Kardiologie, Frauenheilkunde und Gastroenterologie expandiert.

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