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Genticel fusioniert mit Genkyotex

© Genticel

Der Medikamentenentwickler Genkyotex S.A. übernimmt das an der Euronext gelistete Schweizer Biotech-Unternehmen Genticel S.A. und gewinnt damit Börsenzugang.

Für jede Genkyotex-Aktie erhalten Genticels Shareholder 11,8 Aktienanteile. Genkyotex wird dabei mit 120 Mio. Euro bewertet, Genticel mit 30 Mio. Euro. Im Februar sollen die Aktieninhaber der Fusion, die in den letzten Tagen des Jahres 2016 bekanntgegeben wurde, zustimmen.

Genkyotex, ebenfalls im Schweizerischen Plan-les-Quates ansässig, entwickelt oral verabreichbare Hemmstoffe für das Enzym NADPH-Oxidase (NOX), mit denen unter anderem fibrotische und neurodegenerative Erkrankungen, entzündungsbedingte Schmerzen und Krebs behandelt werden sollen. Zwei dieser Hemmstoffe sind bereits in der klinischen Prüfung: GKT831, ein Hemmstoff sowohl der NOX1- als auch NOX4-Enzyme, soll Anfang 2017 an Patienten mit der Lebererkrankung Primäre Biliäre Zirrhose getestet werden. „Die vereinte starke Kapital-Position der beiden Firmen wird uns ermöglichen, diese wichtige Studie abzuschließen“, sagte Genkyotex’ CEO Elias Papatheodorou. Außerdem soll mit GKT771, einem NOX1-Inhibitor, eine Phase I-Studie begonnen werden.

Genticels Ziel war es bislang, therapeutische Vakzine für Frauen zu entwickeln, die bereits mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) infiziert sind aber noch keine Läsionen oder Gebärmutterhalskrebs entwickelt haben. Im Januar scheiterte allerdings Genticels Wirkstoff ProCervix (GTL001) in einer Phase II-Studie. Man habe sich entschlossen, mit Genkyotex weiterzuarbeiten, weil deren neuartige Wirkstoffklasse ein signifikantes therapeutisches Potential habe, sagte Genticels CEO Benedikt Timmerman.

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