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Heparegenix spielt 9 Mio. Euro ein

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Für die Entwicklung von Kinaseinhibitoren zur Behandlung von Lebererkrankungen hat die Tübinger Heparegenix GmbH 9 Mio. Euro in einer Serie-A-Finanzierung eingeworben.

Neben dem Boehringer Ingelheim Venture Fund, Novo Seeds und dem High-Tech Gründerfonds beteiligte sich auch der Kölner Venture-Fonds coparion an der Finanzierungsrunde. Heparegenix entwickle ein „Epo für die Leber“, begründete Detlev Mennerich, Investment-Direktor des Boehringer Ingelheim Venture Fund, die Investition.

Basierend auf Forschungen der Arbeitsgruppe von Lars Zender am Universitätsklinikum Tübingen will Heparegenix die natürliche Regenerationsfähigkeit von Leberzellen, die bei Lebererkrankungen reduziert ist, reaktivieren. Dazu wird die Expression der Mitogen-Activated-Protein-Kinase 4 unterdrückt. Das wird mit chemischen Hemmstoffen erreicht, die das 2015 gegründete Unternehmen in Kooperation mit der Zender-Arbeitsgruppe und den Forschern Stefan Laufer und Antti Poso von der Arbeitsgruppe Medizinische Chemie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen entwickelt hat. Die erste Indikation, in der die neuen Wirkstoffe getestet werden sollen, werde die nichtalkoholische Steatohepatitis, auch Fettleber genannt, sein, so die Firma in einer Erklärung Anfang Januar. Heparegenix sei in einer exzellenten Ausgangslage, um dieses neue Behandlungskonzept für Patienten mit Lebererkrankungen voranzubringen, so CEO Wolfgang Albrecht. Die 9 Mio. Euro seien für die medizinalchemische Identifizierung sowie die präklinische Entwicklung bis zur Beantragung der Zulassung für die klinische Prüfung vorgesehen. Die erste klinische Studie zur Behandlung von akutem Leberversagen sei für 2019 geplant.

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