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Nabriva gründet Holding in Irland

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Die in Wien beheimatete, börsennotierte Nabriva AG bekommt ein irisches Dach: Nabriva Therapeutics plc. Durch die Dubliner Holding soll der Zugang zu frischem Kapital besser gelingen.

Die Holding des österreichischen Antibiotika-Entwicklers Nabriva AG, die Nabriva Therapeutics AG, wird nach Dublin (Irland) verlegt, um den Zugang zu Kapital zu verbessern. Dies teilte das an der US-Börse NASDAQ gehandelte Unternehmen Mitte April mit, nachdem Aufsichtsrat und Vorstand die Pläne abgesegnet hatten. Die neue Holding Nabriva Therapeutics plc wird die öffentlich gehandelte Muttergesellschaft der Nabriva AG. Auch wird Dublin der Steuersitz der Firma. „Der Aufsichtsrat und ich glauben, dass es im Interesse unserer Aktionäre ist, unseren Firmensitz nach Irland zu verlegen. Dies ermöglicht uns einen besseren Zugang zu Kapital, das mehr im Einklang mit anderen aufstrebenden biopharmazeutischen Unternehmen steht und Nabriva flexibler und effizienter arbeiten lässt“, sagte Colin Broom, CEO von Nabriva.

Die Wiener Firma entwickelt Lefamulin, ein neuartiges Antibiotikum der neuen Wirkstoffklasse der Pleuromutiline. Es soll bei der Behandlung von Patienten mit mäßiger bis schwerer ambulant erworbener bakterieller Lungenentzündung (CABP) zum Einsatz kommen. „Unsere Forschungs- und Entdeckungsbemühungen werden sich weiterhin in Österreich abspielen“, versicherte Broom. Nabrivas klinische Entwicklungs- und Kommerzialisierungspläne sollen künftig von Irland, den USA und Österreich aus verwaltet werden.

Im Februar erhielt Nabriva eine Finanzspritze durch die chinesische Investmentfirma Ally Bridge Group (ABG). Wichtige Studienergebnisse zu Lefamulin werden noch 2017 erwartet. Der Wirkstoff ist in der Phase III der klinischen Entwicklung. Er wäre die erste zugelassene Pleuromutilin-Variante, die systemisch intravenös oder oral verabreicht wird. Das einzige bisher zugelassene Pleuromutilin darf nur topisch angewendet werden.

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