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NCT kooperiert mit Protagen

© Protagen

Das Nationale Center für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg erforscht Checkpoint-Inhibitoren und ihre Wirksamkeit und Nebenwirkungen künftig gemeinsam mit der Dortmunder Protagen AG.

Mit Hilfe von Protagens SeroTag-Technologie will das NCT Biomarker identifizieren, mit denen sich vorhersagen lässt, ob eine Therapie basierend auf Checkpoint-Inhibitoren anschlägt und ob mit Nebenwirkungen der Behandlung zu rechnen ist.

Solche Biomarker werden dringend benötigt, da Checkpoint-Inhibitoren zwar ein großes Potential vor allem für Melanom-Patienten bieten. „Aber mindestens die Hälfte der Patienten mit metastasierendem Melanom profitiert langfristig nicht“, sagt Jessica Hassel vom NCT. Zwar können die Behandlungserfolge durch Kombinationstherapien mit Wirkstoffen wie Ipilimumab und Nivolumab verbessert werden. Aber solche Kombinationen erhöhen auch das Risiko für Immunreaktionen, sogenannte immune-related adverse events, sagt Hassel. Um das zu verhindern und die beste Behandlung für den Patienten auswählen zu können, müsse man den Immunstatus der Patienten besser verstehen. Die Biomarker-Plattform von Protagen ermögliche diese Einblicke.

Die Technik habe bereits gezeigt, dass sie das Potential hat, das Ansprechen auf eine Behandlung von Autoimmunerkrankungen vorherzusagen, sagt Peter Schulz-Knappe, wissenschaftlicher Leiter von Protagen. „Basierend auf der Verbindung von Immunonkologie und Autoimmunerkrankungen liegt die Erweiterung des Ansatzes auf Checkpoint-Inhibitoren nahe.“

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