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Newron hat gute Phase II-Daten

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Das Schizophrenie-Medikament Evenamide des italienisch-schweizerischen Biotech-Unternehmens Newron Pharmaceuticals S.p.A. hat in einer Studie gut abgeschnitten.

Der Natriumkanalblocker Evenamide (NW-3509) sei gut verträglich, sicher und zeige „vorläufige Wirksamkeit als Zusatztherapie zur Behandlung von Schizophrenie“, erklärte die Firma Anfang Januar. Details der randomisierten, plazebokontrollierten Phase IIa-Studie an 89 Patienten sollen auf dem 16. Internationalen Kongress für Schizophrenie-Forschung im kalifornischen San Diego Ende März bekanntgegeben werden.

„Evenamide zeigte weder dosislimitierende Toxizitäten noch extrapyramidale, sexuelle, endokrine oder metabolische Nebenwirkungen, wie sie bei Dopamin-hemmenden Antipsychotika beobachtet werden“, sagte Ravi Anand, Chief Medical Officer von Newron.  „Die zusätzliche Gabe von Evenamide wurde von Patienten, deren Symptome sich unter ihren aktuell eingenommenen atypischen Antipsychotika verschlechtert hatten, nicht nur gut vertragen, sondern zeigte bei allen untersuchten Wirksamkeitsparametern ein konsistentes Muster der Verbesserung.“ Die Firma strebe nun größere und längere Studien mit Patienten mit schwereren Symptomen an, erklärte Anand.

Newron hat sich auf die Entwicklung von Therapien für Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Schmerzen spezialisiert. Evenamide wirkt, indem es die Freisetzung von Glutamat reduziert, die Natriumkanäle in den synaptischen Membranen von Nervenzellen blockiert und somit Einfluss auf die Reizweiterleitung im Gehirn nimmt.

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