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Sanofi und Lonza kooperieren

© Lonza Ltd.

Der deutsch-französische Pharmakonzern Sanofi und das Schweizer Chemie- und Pharmaunternehmen Lonza wollen künftig gemeinsam biotechnologische Wirkstoffe produzieren.

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Firmen soll im südschweizerischen Visp noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Fabrik begonnen werden, in der Säugetierzellkulturen monoklonale Antikörper produzieren werden. Die dafür nötigen 290 Mio. CHF tragen zu gleichen Teilen die Partner des Joint Ventures, das die Pipeline von Sanofi mit Lonzas Expertise kombiniert, eine solche Anlage zu konzipieren, aufzubauen und zu unterhalten. Drei vergleichbare Anlagen hat Lonza bereits in den USA und Singapur aufgebaut. 2020 soll die Anlage in Visp betriebsbereit sein.

Sowohl Lonza als auch Sanofi werden die Anlage anteilig nutzen, wobei Sanofi zusätzlichen Zugriff hat, um die Nachfrage nach Biologika notfalls kurzfristig decken zu können, hieß es in einer Mitteilung. Lonza könne seinen Teil und ungenutzte Kapazitäten Sanofis an der Anlage allerdings auch an Dritte vermarkten, sollte Sanofi keine Ansprüche geltend machen wollen.

Sanofis Bedarf an solchen Anlagen wächst, da mittlerweile 60% der Produktentwicklungen des Konzerns biotechnologisch produzierte Wirkstoffe wie monoklonale Antikörper sind.

Lonza adressiert die in der gesamten Pharmabranche wachsende Nachfrage an biotechnischen Produktionsstätten mit einer „strategischen Biologika-Produktionsplattform“, so Marc Funk, COO Pharma & Biotech von Lonza. Die Partnerschaft mit Sanofi sei das erste Modul dieser Plattform, die Lonza auch anderen Pharmakunden anbieten könne.

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