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Sartorius kauft Essen Bioscience

© Essen Bioscience Inc.

Die Göttinger Sartorius AG hat Essen Bioscience übernommen. Sartorius zahlt dem bisherigen Eigentümer, der Beteiligungsgesellschaft SFW Capital Partners, 320 Mio. US-Dollar für die Echtzeit-Zellbildgebungstechnologie der US-Amerikaner.

Der Vertrag zur Übernahme von Essen Bioscience Inc. wurde Anfang März geschlossen. Die US-Amerikaner entwickeln und vermarkten neuartige, kamerabasierte Zellanalytik-Systeme für die Arzneimittelforschung. Die Transaktion, die noch unter Zustimmungsvorbehalt der Kartellbehörden steht, soll bis Ende des ersten Quartals 2017 vollzogen werden. Essen beschäftigt aktuell etwa 150 Mitarbeiter und wird im laufenden Jahr voraussichtlich einen Umsatz von rund 60 Mio. US-Dollar bei einer deutlich zweistelligen operativen EBITDA-Marge erzielen, so Sartorius in einer Stellungnahme. Die übernommene Firma hat ihren Hauptsitz in Ann Arbor, Michigan, und nennt Vertriebsgesellschaften in Großbritannien und Japan ihr eigen.

Sartorius- Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg setzt damit immer stärker auf die Bioanalytik als Wachstumsfeld. „Diese leistungsstarke Technologie bietet wichtige Synergien mit unserem Intellicyt-Geschäft“, sagte Kreuzburg. Für den Kauf des US-Zellscreening-Spezialisten Intellicyt gab Sartorius im Sommer 2016 90 Mio. US-Dollar aus. Essen entwickelt Instrumente, Software und Reagenzien für die quantitative und hochauflösende Echtzeit-Zellbildgebung und -Datenanalyse. Im Jahr 2006 wurde die Flaggschiff-Plattform IncuCyte auf den Markt gebracht.

„Wir freuen uns sehr darauf, Teil des Sartorius-Teams zu werden, und gemeinsam mit Intellicyt als Bioanalytik-Kompetenzzentrum eine führende Position in der Zellanalytik aufzubauen“, so Brett Williams, Präsident und CEO von Essen Bioscience.

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