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Spatenstich: GSK baut in Marburg

© GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline beginnt mit dem Bau der Marburger Meningitis-Protein-Anlage. Die Investitionskosten belaufen sich auf 162 Mio. Euro.

Im Herbst 2016 hatte GSK entschieden, in Marburg 162 Mio. Euro für den Neubau einer Antigen-Produktion für Meningokokken-B-Impfstoffe und 10 Mio. Euro für die Erweiterung der Mumps-Impfstoff-Produktion um eine neue Linie auszugeben. Mitte März wurden die Bauarbeiten für die Marburger Meningitis-Protein (MMP)-Anlage mit einem symbolischen Spatenstich durch das GSK-Management sowie durch hessische und lokale Politiker in Gang gesetzt. „Wir freuen uns, mit dem Bau der Meningokokken-B-Anlage bald die Produktion von drei der insgesamt vier aktiven Komponenten für den innovativen Meningokokken-B-Impfstoff nach Marburg holen zu können", so Jochen Reutter, Geschäftsführer und Standortleiter von GSK Vaccines in Marburg. Die Validierungsläufe für die Produktion sind für das dritte Quartal im Jahr 2020 geplant.

Der im März 2015 von GSK übernommene Standort Marburg – GSK Vaccines GmbH – gehört zur Impfstoff-Sparte im Unternehmen. In Marburg werden seit mehr als 110 Jahren Impfstoffe hergestellt, so GSK. Der Konzern produziert in Marburg derzeit Impfstoffe beziehungsweise Impfstoffbestandteile gegen FSME, Tollwut, Tetanus, Diphtherie, Pertussis und gegen bestimmte Meningokokken-Serogruppen. Laut GSK produziert kein anderer Hersteller mehr Impfstoffe in Deutschland. GSKs zweites Impfstoffwerk in Deutschland steht in Dresden.

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