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Vita 34 plant 14 Mio. Euro-Übernahme

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Marktführer Vita 34 schluckt die deutsche Nummer 2 auf dem Gebiet der Nabelschnurbluteinlagerungen. Für den beabsichtigten vollständigen Erwerb aller Aktien der Seracell Pharma AG rechnet Vita 34 mit einem maximalem Kaufpreis von 14 Mio. Euro.

Die Seracell-Unternehmensgruppe hat ihren Sitz in Rostock und bietet seit 2002 Services im Bereich Stammzell- und Gewebetechnologie an. Seit November 2008 bietet Seracell die individuelle Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut an. Die zertifizierte Nabelschnurblutbank wirbt aktuell damit, unter allen deutschen Anbietern die am schnellsten wachsende zu sein. Das dürfte auch an der Preisgestaltung liegen. Während bei Seracell Entnahme und Lagerung für 5 Jahre 690 Euro kosten, verlangt Vita 34 dafür mehr als Dreifache.

Die Vita 34 AG beabsichtigt den vollständigen Erwerb aller Aktien der Seracell Pharma AG. Der Vollzug des Erwerbs ist für Mitte dieses Jahres geplant. Zur Finanzierung strebt die Leipziger Firma neben einer bereits gesicherten Bankfinanzierung im Umfang von bis zu 7,5 Mio. Euro auch eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die bestehenden Aktionäre im Umfang von bis zu 5 Mio. Euro Emissionserlös an. Für den Barkaufpreis, der in Abhängigkeit vom Ergebnis der Due Diligence bis zu maximal 14 Mio. Euro beträgt, erwirbt Vita 34 neben den Fertigungsstätten und dem Kryolager in Rostock auch den kompletten Kundenbestand der Seracell Pharma AG mit rund 40.000 eingelagerten Präparaten. Vita 34 baut dadurch die Marktführerschaft in der DACH-Region aus. 

Seracell verfügt über vier Reinraumlabore und ein zertifiziertes Kryolager zur Langzeitlagerung von eingefrorenen Zellpräparaten und Nabelschnurblut. In seiner Endausbaustufe wird das Seracell Kryolager eine Kapazität von bis zu 240.000 Präparaten haben, die in stromunabhängigen Edelstahltanks gelagert werden. Seit 2016 bietet Seracell auch die Langzeitaufbewahrung von Eizellen an („Social Freezing”).

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