Die österreichische AOP Health (Wien) und VRG Therapeutics (Budapest, Ungarn) wollen gemeinsam einen neuartigen Kv1.3-Inhibitor gegen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen entwickeln. Der Wirkstoff basiert auf KI-entwickelten Miniproteinen der AI-MPRO-Plattform von VRG. Ziel sind zusätzliche präklinische Daten und der Übergang in erste klinische Studien.

Die EU will die Arzneimittelproduktion stärker nach Europa zurückholen. Unterhändler in Brüssel einigten sich auf neue Regeln, um europäische Hersteller bevorzugen zu können. Ziel sind stabilere Lieferketten und weniger Abhängigkeit von Asien. Betroffen von der Regel sind unter anderem Antibiotika, Krebsmedikamente und Arzneien gegen seltene Erkrankungen.

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Das ging schnell von der großen Empörung einer einzelnen Person bis zum Aufschrei des Bürgermeisters von Tübingen und in den SPIEGEL zum Interview. Die drastischen Standortschließungen von BioNTech überall außerhalb von Mainz haben die Branche aufgeschreckt und manchen die Zurückhaltung aufgeben lassen. Warum Betriebswirtschaft für Biotech nicht gelten sollte, ist dabei nicht ganz verständlich, warum man mit persönlichen Anschuldigungen meint etwas für die Standorte retten zu können, bleibt zumindest fraglich.

Die Schließungen in Marburg und Tübingen zeigen, dass die große Impfstoff-Euphorie der Pandemiezeit wirtschaftlich nicht dauerhaft tragfähig war. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass der Bedarf an flexiblen Innovationsflächen für junge Biotech-Unternehmen weiter steigt. Die Frage ist zunehmend nicht mehr, ob Deutschland Life Sciences fördern will, sondern welche Art von Infrastruktur künftig tatsächlich gebraucht wird. In Köln, Leipzig und Freiburg (und anderswo) baut man entsprechend Laborflächen aus, nordöstlich von Berlin hat man sich nun dagegen entschieden. Die Flächen könnten für ein Feuerwehrgebäude gebraucht werden …

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Die Meierhofer AG und die Thieme Gruppe bauen ihrer bestehende Partnerschaft aus. Um medizinisches Personal bei der Versorgung von Patienten zu unterstützen, integriert Meierhofer „Thieme AI“ in sein Krankenhausinformationssystem „M-KIS“.

Das Würzburger Start-up NanoStruct hat eine Seed-Finanzierung über 2,6 Mio. Euro abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt eine KI-gestützte Analyseplattform zur schnellen Erkennung von Krankheitserregern wie Listerien oder Salmonellen in Lebensmitteln. Mit den Investoren von Bayern Kapital, dem HTGF und weiteren soll der Markteintritt vorbereitet werden.

Die Pentixapharm Holding AG (Würzburg) hat bei der FDA einen IND-Antrag für die Phase III-Studie PANDA eingereicht. Untersucht wird ein CXCR4-basiertes PET/CT-Diagnostikum zur nicht-invasiven Subtypisierung von primärem Hyperaldosteronismus (Nebennierenüberfunktion) bei therapieresistenter Hypertonie. Die Diagnostik soll Türöffner einer Therapieentwicklung werden.

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Zell- und Gentherapien verändern die Medizin – doch ihr Versprechen erfüllt sich nicht im Labor allein. Entscheidend ist der Weg danach: wenn aus einer Idee ein belastbarer Prozess wird, aus Forschung ein Produkt und aus einem klinischen Ansatz eine Therapie, die Patientinnen und Patienten tatsächlich erreicht. Wie dieser Weg gelingen kann, steht im Zentrum der ersten SaxoCell Conference am 2. und 3. Juni 2026 in Dresden.

Unter dem Motto „From Lab to Life: Advancing Cell and Gene Therapies Together“ wird das Penck Hotel für zwei Tage zum Treffpunkt einer Community, die eines der dynamischsten Felder der modernen Biomedizin voranbringen will. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die nächsten technologischen Entwicklungen, sondern vor allem die Frage, wie gute Ideen schneller, sicherer und bezahlbarer in die Anwendung gelangen.

Die Founding Edition bringt Menschen zusammen, die an unterschiedlichen Stellen derselben Herausforderung arbeiten: Forschende, die neue Therapieansätze entwickeln; Klinikerinnen und Kliniker, die wissen, was im Behandlungsalltag zählt; Unternehmen, die Herstellung und Skalierung möglich machen; Start-ups und Investoren, die aus wissenschaftlicher Exzellenz marktfähige Lösungen formen.

Das Programm reicht von aktuellen Entwicklungen in der Onkologie und bei Autoimmunerkrankungen bis zu neuen Werkzeugen für Zellengineering, Delivery und klinische Translation. Besonders im Fokus steht die Frage, wie die oft zitierte Lücke zwischen Forschung und Anwendung kleiner werden kann: Welche Partner braucht ein Projekt? Welche Schritte sind für klinische Entwicklung, Herstellung und Finanzierung entscheidend? Und wie wird aus einer innovativen Therapie ein tragfähiger Weg in die Versorgung?

SaxoCell bringt dafür ein starkes Umfeld mit. Als Teil der bundesweiten Clusters4Future-Initiative des BMFTR bündelt das sächsische Zukunfts- und Innovationscluster Kompetenzen aus Dresden, Leipzig, Chemnitz und darüber hinaus. Im Mittelpunkt stehen neue Anwendungen und Produktionswege für personalisierte Zell- und Gentherapien – für „Living Drugs Made in Saxony“, die nicht im Labor stehen bleiben, sondern den Weg in die Anwendung finden sollen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, in Dresden mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die Zell- und Gentherapien gemeinsam voranbringen wollen, und knüpfen Sie wertvolle Kontakte für tragfähige Partnerschaften.

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung: https://www.saxocell.de/en/saxocell-conference