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10,5 Mio. CHF: Inthera bleibt auf Überholspur

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Anderthalb Jahre nach der Startfinanzierung hat die Schweizer Inthera Bioscience AG 10,5 Mio. CHF Risikokapital erhalten. Zu den Investoren der Serie A-Runde gehören Merck Ventures, Aglaia BioMedical Ventures und Novo Seeds.

Erklärtes Ziel des jungen Biopharma-Unternehmens Inthera Bioscience ist es, auf Basis einer proprietären Technologieplattform Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen zu entwickeln, für die es momentan keine zielgerichtete Therapie gibt. Dabei stehen solide Tumore im Mittelpunkt. Inthera Bioscience wurde 2013 gegründet und sicherte die Finanzierung durch ein Konsortium von Investoren im Dezember 2015. MS Ventures, der Aglaia Oncology Fund II und Novo Seeds sichterten damals 3,4 Mio. CHF zu. Alle Altinvestoren zogen auch bei der Serie A-Runde mit, der Investmentarm der deutschen Pharmafirma Merck KGaA nun aber unter seinem aktuellen Namen Merck Ventures. Auch ein Privatinvestor gehört zu Intheras Geldgebern.

Das Know-how der Schweizer Firma besteht aus einer Technologieplattform, mit der niedermolekulare, oral zu verabreichende Moleküle identifiziert und nach Belieben modifiziert werden können (basierend auf Oxopiperazin-Grundstruktur). Jene Moleküle können Protein-Protein-Interaktionen (PPI) innerhalb von Zellen beeinflussen. Intheras am weitesten vorangeschrittene Programme sind Kandidaten gegen Humanpapillomvirus-assoziierte Tumore und gegen durch Sauerstoffmangel verursachte Zellsignalstörungen. Jasper Bos, Vizepräsident bei Merck Ventures, kommentiert: „Intheras Technologie hat das Potential, unsere Perspektive auf die therapeutische Beeinflussung von intrazellulären PPI radikal zu verändern.“

Für den Aufsichtsratsvorsitz konnte Inthera Klaus Schollmeier gewinnen, der seine Sporen bei BASF, Abbott, Santhera und Suppremol verdient hat. „Ich traf Inthera-Gründer Ulrich Kessler im Jahr 2015 und habe Inthera seither immer verfolgt“, sagte Schollmeier. „Es ist faszinierend, seinen unternehmerischen Geist zu beobachten, der alle Beteiligten antreibt. Der kontinuierliche Fortschritt mit dem Hauptprogramm ist sehr beeindruckend. Es ist mir eine große Freude, bei diesem spannenden Unterfangen mitzuwirken und mit einem so starken Investoren-Syndikat zu arbeiten.“

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