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20 Jahre Hege und Pflege: Biotech in Bayern stark wie nie

© BioM Biotech Cluster Development GmbH

Die Biotech-Szene Bayerns feiert 20 Jahre BioM. Die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Agentur zur Vernetzung und Vergrößerung der Branche kann auf eine Reihe von Erfolgen verweisen. Bei der Festveranstaltung ging der Blick aber auch in die Zukunft.

In den vergangenen 20 Jahren habe man jährlich fünf bis zehn Neugründungen beraten, fasst die Netzwerkorganisation BioM einen Aspekt ihrer Arbeit zusammen. Auch durch die Hilfe von BioM sei der Standort München seit 1997 stark gewachsen. So stieg die Zahl der Beschäftigten im Raum München von 3.500 auf 11.900 und die der Firmen von 64 auf 188. Zudem dürfte das rührige Team um Horst Domdey seinen Beitrag dazu geleistet haben, dass insgesamt 3,8 Mrd. Euro privates Kapital für biotechnologische Forschungs- und Geschäftsideen in München und Bayern ausgegeben wurden.

„Die Gründer sind die Innovationstreiber der Branche. BioM bietet ein umfassendes und passgenaues Angebot für Unternehmensgründungen aus dem Bereich Biotechnologie. Wir haben in den vergangenen beiden Dekaden optimale Voraussetzungen und ein funktionierendes Netzwerk geschaffen, die unseren Life-Sciences-Unternehmen die beste Startposition verschaffen“, so Horst Domdey, Geschäftsführer und Gründer von BioM auf der Festveranstaltung Ende April im großen Hörsaal der Max-Planck-Institute in München-Martinsried. Mit ihren Grußworten unterstrichen Ministerialdirigent Manfred Wolter stellvertretend für die bayerische Ministerpräsidentin und Staatsministerin Ilse Aigner sowie der 2. Bürgermeister Münchens, Josef Schmid, die Wertschätzung der Politik für die geleistete Arbeit. 

Die BioM Biotech Cluster Development GmbH nutzte den Anlass, um den Bavarian Biotech Report 2016/17 vorzustellen. Der auf die Roten Biotechnologie ausgerichteten Analyse zufolge gab es in Bayern 2016 insgesamt 225 Biotechnologieunternehmen. Im Bereich Biopharmazie kommt der Report inklusive pharmazeutischer Unternehmen, Auftragsforschungsunternehmen und Zulieferern auf 360 Firmen.

Der Abend endete mit einer „Reise in die Zukunft“ des Münchener Biotech Clusters. Domdey teilte seine Vision von München als europäisches Exzellenzzentrum für die Gesundheitsversorgung von Morgen. Dabei stellte er auch drei aktuelle Projekte von BioM vor: Innomunich (ein Fördernetzwerk für deutsch-japanische Kooperationen zu Themen der Personalisierten Medizin), Immpact Bavaria (ein Netzwerk von bayerischen Biotech-Unternehmen mit Fokus Immuntherapie) und Digimed Bavaria (intelligente Vernetzung von Patienten- und Forschungsdaten).

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