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Centogene lässt Wagniskapital in die Firma

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Um die F&E-Aktivitäten zu stärken sowie sich globaler aufzustellen, nimmt die Rostocker Centogene Risikokapital auf. Die Serie A-Runde hat eine Höhe von 25 Mio. Euro.

Zum internationalen Investorenkosortium gehören TVM Capital Life Science, DPE Deutsche Private Equity, Careventures und CIC Capital. „Es gibt einen großen, ungedeckten Bedarf an frühen und einfachen Diagnosen und Behandlungen von seltenen Erbkrankheiten“, sagt Arndt Rolfs, CEO und Gründer der Centogene AG. Das Investorenkonsortium teile Centogenes Vision für das zukünftige Wachstum der Firma.  „Außerdem schaffen uns die Investoren den notwendigen Zugang zu einem internationalen Netzwerk, um unsere Innovationen in der Präzisionsmedizin global zu verbreiten.“ Neben den USA und China will Centogene seine Dienstleistungen vor allem auch in Lateinamerika sowie im Mittleren und Nahen Osten anbieten.

Die Centogene AG hat sich auf die klinisch-genetische Diagnostik mit dem Schwerpunkt seltene Erkrankungen spezialisiert. Am Firmensitz in Rostock lagern Tausende Patientenproben. Sie dienen als Basis für die Suche nach Biomarkern für Diagnostik oder Therapie-Monitoring. Seit Juni 2014 ist Rolfs Geschäftsführer des von ihm 2006 mitgegründeten Unternehmens. Im Gespräch mit |transkript hatte Rolfs damals gesagt, dass er aufgrund durchwachsener Erfahrungen Centogene absichtlich ohne Wagniskapital aufbauen wollte. Mit 30% bis 60% Wachstum pro Jahr gelang dies bis jetzt eindrucksvoll. Mit dem frischen Kapital beginnt nun eine neue Phase für Centogene. In Rostock baut die Firma derzeit an ihrer neuen Zentrale.

„Wir freuen uns sehr, dass die Investition in Centogene, einem Unternehmen mit einem starken finanziellen Fundament, die erste Umsetzung unserer neuen, internationalen Strategie in Deutschland ist“, kommentierte Sébastien Neiss, bei der kanadischen Investmentgesellschaft CIC Capital für Deutschland zuständig.

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