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Doppelerfolg bei Merck

© Merck

Merck steht gut da: Seit Juni übernimmt das Unternehmen den weltweiten Vertrieb der Europäischen Bank für iPS-Zellen und kann außerdem mit seinem ersten CRISPR-Patent aufwarten.

Mitte Juni gab das Darmstädter Unternehmen die Erweiterung seiner Vertriebsallianz mit der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) bekannt. Künftig übernimmt die Merck KGaA den Vertrieb induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS-Zellen) der Europäischen Bank für iPS-Zellen (European Bank for induced pluripotent Stem Cells, EBiSC). „Dies ist eine großartige Ergänzung unseres Portfolios an authentifizierten Zelllinien und stärkt unser Angebot an Lösungen rund um den iPSC-Workflow“, so Udit Batra CEO, des Unternehmensbereichs Life Science bei Merck. Die Vereinbarung umfasst alle Regionen der Welt mit Ausnahme von Japan. Finanzielle Einzelheiten zu dem Deal wurden jedoch nicht bekannt.

              

Auch aus anderen Teilen der Welt hat Merck Positives zu berichten. Einen Monat nach der Veröffentlichung des Proxy-CRISPR-Verfahrens hat das Unternehmen nun sein erstes CRISPR-Patent vom australischen Patentamt erhalten. Mit dem Verfahren können bisher nur schwer erreichbare eukaryotische Genomregionen von den CRISPR-Enzymen modifiziert und externe DNA-Sequenzen integriert werden. Die Methode arbeitet mit der Cpf1-Nuklease (Typ V) und hat die Nuklease-Funktion von II-B FnCas9 von Francisella novicida „in einer zielspezifischen Weise umgekehrt". Laut Merck soll dies dem zeitintensiven Re-Engineering von natürlichen bakteriellen Systemen für den Einsatz in eukaryotischen Zellen entgegenwirken. „Mit diesem Patent wird unsere Expertise in der CRISPR-Technologie anerkannt – ein Wissensfundus, den wir unbedingt weiter ausbauen wollen“, so Batra. Bereits seit 2012 hat das Darmstädter Unternehmen CRISPR-Patentanträge eingereicht.