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Dritter High-Tech Gründerfonds schon prall gefüllt

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300 Mio. Euro will der Frühphasenfinanzierer High-Tech Gründerfonds (HTGF) für seinen 3. Topf einsammeln. Ende Mai sind beim First Closing schon 245 Mio. Euro beisammen. Mit derzeit 26 Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft ist das Interesse des privaten Sektors merklich gestiegen.

Der HTGF hat in Bonn im Rahmen seines jährlichen Netzwerktreffens „Family Day“ vor mehr als 1.000 Teilnehmern das First Closing des HTGF III mit einem Volumen von 245 Mio. Euro verkündet. Zu den Investoren gehören neben öffentlichen Partnern wie dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und der KfW Bankengruppe auch private Investoren. Deren Anzahl konnte wie von BMWi-Staatssekretär Matthias Machnig vor einem Jahr gefordert, deutlich gesteigert werden. Nach zunächst sechs im Fonds I, über 18 im Fonds II auf nun 26. Auch wurde beim HTGF III der Fokus erweitert: Nun können auch Start-ups, die bis zu drei Jahre alt sind, finanziert werden. Der High-Tech Gründerfonds III investiert ab Herbst 2017 bis zu 3 Mio. Euro, in Ausnahmefällen auch mehr Risikokapital, pro Unternehmen.

Unter den Industrieinvestoren sind auch Unternehmen mit Chemie- beziehungsweise Life-Sciences-Bezug: Altana, BASF, B.Braun, Evonik, Fraunhofer-Gesellschaft e.V., Lanxess, Qiagen, SAP und WACKER. Ob das ebenfalls von Machnig formulierte Ziel von 30% Industrieanteil am Fondsvolumen derzeit erreicht ist, ließ der HTGF offen.

„Neben dem finanziellen Engagement stehen wir den Technologieunternehmen mit der Expertise unseres Teams und unserem belastbaren, internationalen Netzwerk aus Investoren, Experten, und (Mehrfach-)Gründern zur Seite“, sagt Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds. „Mit mehr als 1.400 Investoren haben wir Transaktionen durchgeführt, das sind mittlerweile fünf Transaktionen pro Woche. Zudem haben wir 1,4 Mrd. Euro in unser Portfolio akquiriert. Wir pflegen mit den Alumnis aus Portfolio und Team einen regen Austausch. Gerade diese intensive Vernetzung mit allen relevanten Playern der Start-up- und Investorenszene werden wir mit dem HTGF III weiter vertiefen.“

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