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Merck treibt Avelumab-Programm voran

© Merck KGaA

Die Merck KGaA erhält eine weitere US-Zulassung für den Hoffnungsträger Avelumab. Außerdem tun sich Merck und Partner Pfizer mit dem Biotech-Unternehmen Vaximm zusammen.

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat in den USA die zweite FDA-Zulassung für seinen Krebsantikörper Avelumab erhalten. Anfang Mai gab die FDA das OK für den Einsatz bei Patienten mit Urothelkarzinom, einem Tumor im Harntrakt. Dass Merck mit Avelumab noch viel vorhat, macht die nahezu zeitgleich kommunizierte Kooperationsvereinbarung von Merck und Entwicklungspartner Pfizer (USA) mit dem schweizerisch-deutschen Biotechnologie-Unternehmen Vaximm AG deutlich.

Gegenstand der Zusammenarbeit ist die Kombination von Avelumab, einem humanen anti-PD-L1- Antikörper, mit Vaximms VXM01. VXM01 ist eine orale T-Zell-Immuntherapie, die dazu entwickelt wurde, T-Zellen zu aktivieren, die die Tumorblutgefäße angreifen und bei verschiedenen Tumorarten die Krebszellen direkt attackieren. Das molekulare Ziel des oralen Lebendimpfstoffes ist der VEGFR-2-Rezeptor. Im Rahmen der Vereinbarung wird Vaximm zwei open label Phase I/II-Studien durchführen – eine in der Indikation Glioblastom und eine in der Indikation metastasierter Darmkrebs.

„Es gibt starke wissenschaftliche Beweggründe dafür, die orale T-Zell-Immuntherapie VXM01 mit Checkpoint-Inhibitoren zu kombinieren, da die Kombinationspartner sich ergänzende Wirkmechanismen haben", sagte Matthias Schroff, Chief Executive Officer von Vaximm. Zu den Investoren von Vaximm gehören BB Biotech Ventures, Merck Ventures, Sunstone Capital und BioMed Partners. Die AG hat ihren Hauptsitz in Basel (Schweiz). Die hundertprozentige Tochtergesellschaft Vaximm GmbH mit Sitz in Mannheim ist für die operative Durchführung der klinischen Entwicklung verantwortlich.

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