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Miele erweitert Medizintechnik-Sparte

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Der für Haushaltsgeräte bekannte Familienkonzern Miele erweitert seine Medizintechnik-Sparte und übernimmt die Mehrheit am italienischen Medizintechnik-Hersteller Steelco.

Anfang Juni teilte Miele mit, dass der Medizintechnikhersteller Steelco mehrheitlich übernommen wurde. Allerdings steht die Zustimmung der Kartellbehörden noch aus. Die bislang in der Öffentlichkeit noch wenig bekannte Medizintechnik-Sparte des Gütersloher Unternehmens wächst damit um etwa ein Drittel auf einen Jahresumsatz von rund 250 Mio. Euro. Über den Kaufpreis bewahren beide Unternehmen Stillschweigen.  Die Medizintechnik fällt bei Miele in den Geschäftsbereich Miele Professional. Zu der Sparte gehört die Produktion von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräten für medizinische Einrichtungen und Labore. Erst vor einem Monat brachte das Unternehmen eine neue Generation von Dampf-Großsterilisatoren auf den Markt, welche mit zusätzlichen Sensoren nicht kondensierbare Gase oder Luftleckagen im Sterilisator erkennen. Seit 2010 bietet Miele außerdem Kliniken die Planung der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen (ZSVA) an.

Durch die Übernahme erweitert sich das Produktportfolio des Familienunternehmens. So ist Steelco neben der Herstellung von Desinfektoren und Sterilisatoren auch in der Aufbereitung von Komponenten der Pharmaproduktion aktiv. Ein Feld das Miele bislang nicht betreten hatte. Im Zuge der Übernahme soll Mieles ZVSA-Geschäft operativ unter das Dach der neuen Tochterfirma kommen. Dadurch laufe die Produktion der Sterilisatoren und Containerwaschanlagen im Werk in Bürmoos bei Salzburg mit 270 Beschäftigten im Verlauf der kommenden Jahre aus.