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Mologen freut sich über Wirksamkeitsnachweis

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Lefitolimod, der Hauptwirkstoffkandidat der Berliner Mologen AG, ist bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium wirksam. Der primäre Endpunkt „Gesamtüberleben” wurde bei der Phase II-Studie IMPULSE indes nicht erreicht.

Die an der Frankfurter Börse notierte Mologen AG gab die wesentlichen Ergebnisse der explorativen Phase II IMPULSE-Studie Ende April bekannt. Die randomisierte Studie untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lefitolimod in Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium (SCLC). Nicht erreicht wurde der primäre Endpunkt „Gesamtüberleben” (Overall Survival). Die Indikation sei laut Mologen „sehr herausfordernd“. IMPULSE zeigt aber positive Ergebnisse in zwei Patientensubgruppen im Hinblick auf das Gesamtüberleben im Vergleich zur Kontrollgruppe. Zudem liefern die Ergebnisse dieser Studie wichtige Hinweise für die Definition von Patientengruppen, die über diese Studie hinaus von Lefitolimod profitieren können.

„Lungenkrebs, speziell kleinzelliger Lungenkrebs, ist eine Krebsindikation, bei der die Wirksamkeit der Standardtherapien derzeit sehr eingeschränkt ist. Daher freuen wir uns sehr, erste Belege für die Wirksamkeit von Lefitolimod im kleinzelligen Lungenkrebs zu sehen, einer Indikation in der andere Studienprogramme bereits gescheitert sind“, sagte Mariola Söhngen, Vorstandsvorsitzende der Mologen AG. „Die positiven Studienergebnisse werden ein wesentliches Asset in den laufenden Lizenzgesprächen mit möglichen Partnern sein.“ Derzeit wird Lefitolimod auch in der Phase III-Zulassungsstudie IMPALA als Erstlinien-Erhaltungstherapie bei metastasierendem Darmkrebs (mCRC) untersucht. 

An der Börse kam die Nachricht gut an. Die Papiere des Biotech-Unternehmens drehten 7% ins Plus. 

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