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Novartis teilt Migränemittel mit Amgen

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Novartis und Amgen haben sich auf die Neuverteilung der Vermarktungsrechte ihres gemeinsam entwickelten Migräneantikörpers Erenumab geeinigt. Neu ist: Der Vertrieb in den USA erfolgt gemeinsam.

Ende April konnten sich der Schweizer Pharmakonzern Novartis und das US-Biotech-Unternehmen Amgen auf die Kommerzialisierungsrechte ihres gemeinsam entwickelten Migränewirkstoffes Erenumab einigen. Im weltweit größten Pharmamarkt, den USA, vertreiben die beiden Unternehmen Erenumab gemeinsam. Novartis erhält zusätzlich die Exklusivrechte für die Vermarktung in Kanada. Der Schweizer Konzern behält unverändert seine bestehenden Vermarktungsrechte in der restlichen Welt mit Ausnahme von Japan. Noch dieses Jahr werden im Rahmen der Vereinbarung Meilensteinzahlungen von Novartis an Amgen fällig.

2015 schlossen Novartis und Amgen ihre Kooperation zur Erforschung neuronaler Krankheiten wie Migräne und Alzheimer. Im vergangenem Jahr veröffentlichte Novartis positive Daten einer Phase III-Studie, welche die Wirksamkeit von Erenumab (AMG 334) belegen. AMG 334 ist ein vollständiger humaner monoklonaler Antikörper, der sich gegen den Calcitonin-Gene-Related-Peptid-Rezeptor (CGRPR) richtet und zur Migräneprävention eingesetzt werden soll. Die Einreichung bei FDA und EMA ist im zweiten Quartal 2017 geplant. CGRPR-Inhibitoren werden von einer Reihe von Firmen entwickelt. Verschiedenen klinischen Studien zufolge sind 10% bis 20% der Migränepatienten nach der Behandlung beschwerdefrei, bei 50% halbiert sich zumindest die Zahl der Attacken.

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