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Foto: privat

1,6 Mio. Euro für Evolutionsbiologen

Zu den sechs Gewinnern des diesjährigen Sofja-Kovalevskaja-Preises gehört der japanische Evolutionsbiologe Dr. Kenji Fukushima.

Er wird mit dem Preisgeld in Höhe von etwa 1,6 Mio. Euro in einer eigenen Arbeitsgruppe an der Julian-Maximilians-Universität Würzburg seine Forschungsarbeiten zur Evolution fleischfressender Pflanzen vorantreiben. Fukushimas will molekulargenetische Werkzeuge entwickeln, mit denen sich die Funktion bestimmter Gene in fleischfressenden Pflanzen analysieren lässt. Dabei verbindet er Ansätze aus der Bioinformatik und der experimentellen Biologie.

Außerdem beschäftigt er sich damit, wie sich komplexe Merkmale in der Evolution entwickeln und welche Auswirkungen biologische Systeme auf natürliche Selektionsprozesse haben.

Fukushima, Jahrgang 1987, ist zurzeit Postdoktorand an der Universität von Colorado in den USA. In den kommenden fünf Jahren wird er am Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften in Würzburg forschen.

Die Preisverleihung fand Ende November in Berlin statt. Über die Auswahl der Preisträger, herausragende Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt, entscheidet die Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Das Preisgeld stellt das Bundesforschungsministerium zur Verfügung.

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