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Foto: Susanne Vondenbusch-Teetz © MPI für Biochemie

Breakthrough-Preis in Life Sciences

Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl und sein US-amerikanischer Kollege Arthur L. Horwich erhalten Anfang November den mit 3 Mio. US-Dollar dotierten Breakthrough Award for Life Sciences 2020. Ausgezeichnet werden beide für ihre Erkenntnisse zur Proteinfaltung.

Den Janssen-Preis für biomedizinische Forschung und den Paul Ehrlich und Ludwig Darmstaedter-Preis haben Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl und sein Kollege Prof. Dr. Arthur L. Horwich in diesem Jahr bereits erhalten. Nun kommt im November der „Nobelpreis des Silicon Valley“ dazu, der Breakthrough Award in Life Sciences 2020. Die Auszeichnung wird gefördert von Priscilla Chan und Mark Zuckerberg (Facebook) sowie Sergey Brin (Google-Gründer). Sie ist mit 3 Mio. US-Dollar dotiert.

Hartl (Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried) und Horwich (Yale School of Medicine und Howard Hughes Medical Insititute) beschäftigen sich mit der Proteinfaltung in Zellen. Dabei entdeckten sie bereits in den 80er Jahren die Chaperone – molekulare Helfer, die für eine korrekte Faltung der Proteine sorgen. Kommt es zu Fehlfaltungen, die Verklumpungen nach sich ziehen, können neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer entstehen. Die Chaperone könnten demnach der Ansatzpunkt für neue Therapien sein.

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