PERSONALIA
Foto: David Plas

DFG wählt erstmals Präsidentin

Anfang 2020 wird Prof. Dr. Katja Becker Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Damit schreibt sie DFG-Geschichte, denn bisher gab es noch keine Frau in dieser Position.

Die Wahl der Biochemikerin und Medizinerin erfolgte Anfang Juli auf der Mitgliederversammlung der DFG in Rostock zunächst für die kommenden vier Jahre. Außer Becker waren noch zwei andere Kandidaten nominiert: Dorothea Wagner, Professorin für Theoretische Informatik am Karlsruher Institut für Technologie, und Wolfgang Marquardt, Professor für Prozesstechnik und Leiter des Forschungszentrums Jülich.

 

Becker, Jahrgang 1965, ist seit 2000 Professorin für Biochemie und Molekularbiologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach Studium, Promotion und Habilitation in Heidelberg wurde sie Nachwuchsgruppenleiterin am Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg. Dem DFG-Präsidium gehört sie bereits seit Juli 2014 als Vizepräsidentin an.

Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil Beckers Vorgänger, Prof. Dr. Peter Strohschneider, nach zwei Amtsperioden Ende des Jahres turnusgemäß ausscheidet.

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