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Foto: © Peter Duchek

Elisabeth Lutz-Preis für IMBA-Forscher

Anfang Dezember erhält Dr. Reiner Wimmer für seine Forschungen auf dem Gebiet der Gefäßbiologie den mit 15.000 Euro dotierten Elisabeth Lutz-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Wimmer, seit 2012 Postdoc in der Forschungsgruppe von Josef Penninger am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der ÖAW, ist auf der Suche nach Ursachen und Therapiemöglichkeiten für Gefäßerkrankungen. Dem promovierten Molekularbiologen war es gelungen, aus reprogrammierten pluripotenten Stammzellen von Patienten ein menschliches, funktionsfähiges Blutgefäß-Organoid herzustellen, das den anatomischen und molekularen Aufbau von menschlichen Kapillaren sehr genau darstellt. Dies ermöglicht einen völlig neuen Forschungsansatz, denn im Gegensatz zu diabetischen Mausmodellen zeigte das menschliche Modell erstmals dieselben Gefäßveränderungen, die auch bei Diabetikern auftreten. Mit Hilfe verschiedener Tests wurden neue Proteine identifiziert, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung von diabetischen Gefäßveränderungen spielen. Deren Folgen sind häufig Erblindung, Nierenversagen oder sogar Amputationen von Gliedmaßen. Gelänge es, das Protein zu blockieren, könnten diese Komplikationen möglicherweise verhindert werden.

Die feierliche Preisverleihung findet Anfang Dezember in Wien statt. Dabei zeichnet die Österreichische Akademie der Wissenschaften weitere exzellente Forscher in Österreich mit dem Wilhelm-Hartel-Preis sowie mit dem Erwin-Schrödinger-Preis aus. Das Preisgeld beträgt jeweils 15.000 Euro.

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