PERSONALIA
Foto: NCT Heidelberg/Philip Benjamin

Else Kröner Memorial Stipendium

Für ihren erfolgversprechenden Ansatz zur Kombination von Immuno- und Virotherapie gegen Krebs erhält Christine Engeland (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, NCT) ein Stipendium der Else Kröner-Fresenius-Stiftung.

In den kommenden zwei Jahren muss sich Christine Engeland keine Sorgen um die Kosten für Personal oder Verbrauchsmaterialien machen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung finanziert ihr ein Stipendium in Höhe von 200.000 Euro. Gleichzeitig ist Engeland von ihrer klinischen Tätigkeit freigestellt und kann sich auf ihre Forschung konzentrieren. Die Ärztin sucht nach einem Weg, wie im Labor veränderte Masernviren für die Krebstherapie genutzt werden können. Dafür untersucht sie neue Verfahren zur Kombination von Virotherapie und Immuntherapie. Die speziellen Masernviren sollen in die Krebszellen eingeschleust werden, sich dort vermehren und die Krebszellen zum Platzen bringen. Die dabei freigesetzten Tumorantigene aktivieren das Immunsystem. Ein vielversprechender Ansatz, denn viele Tumore sind resistent gegen bereits zugelassene Antikörper zur Behandlung von Krebserkrankunge, sogenannte Checkpoint-Inhibitoren. Die veränderten Masernviren sollen hier helfen und nach dem Platzen der Krebszellen Tumorantigene freisetzen, die die Immunzellen stimulieren und zusammen mit den Checkpoint-Inhibitoren die restlichen Krebszellen bekämpfen.

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