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Foto: Severin Nowacki, ©SNF

Epigenetik beeinflusst Gesundheit

Ende November erhielt Sara Montagner den mit 25.000 CHF dotierten Marie Heim-Vögtlin-Preis des Schweizer Nationalfonds. Die Biologin konnte den Einfluss der Epigenetik auf die Gesundheit nachweisen.

Montagner untersuchte in Mäusen die epigenetischen Veränderungen von Mastzellen, die im Immunsystem für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Fehlen in diesen Zellen die Enzyme TET2 und DNMT3A, führt das zu einer erhöhten Zellvermehrung oder zu vermehrten Immunreaktionen.

Der Marie Heim-Vögtlin-Preis wird jährlich vom Schweizer Nationalfonds an herausragende Wissenschaftlerinnen vergeben.  Zuvor erhielten diese Unterstützung in Form eines Marie Heim-Vögtlin-Stipendiums, um Familie und Forschung unter einen Hut zu bekommen. Das war auch bei Montagner der Fall. Sie forschte als Postdoc am Institut für Biomedizinische Forschung in Bellinzona, der Hauptstadt des Schweizer Kantons Tessin, und entdeckte dabei den beschriebenen Einfluss von epigenetisch veränderten Mastzellen auf die Gesundheit. Im Mai dieses Jahres begann Montagner bei Novartis in Basel.

Marie Heim-Vögtlin war die erste Frau in der Schweiz, die 1868 zu einem Medizinstudium an der Universität Zürich zugelassen wurde. Nach ihrer Promotion eröffnete sie eine Arztpraxis, die sie auch als zweifache Mutter weiterführte. Der nach ihr benannte Preis ist mit 25.000 CHF (rund 22.000 Euro) dotiert.

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