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Foto: Universität Basel, Biozentrum

ERC fördert Schweizer Stammzellbiologin

Prof. Dr. Fiona Doetsch untersucht in ihrem Forschungsprojekt wie physiologische Bedingungen die Reifung und das Verhalten von Stammzellen im erwachsenen Gehirn modulieren. Diese Arbeit fördert der Europäische Forschungsrat in den kommenden fünf Jahren mit bis zu 2,5 Mio. Euro.

Bei ihrer Forschung waren Doetsch und ihre Kollegen auf Verbindungen im Gehirn gestoßen, die einen ganz bestimmten Pool von Stammzellen so aktivieren, dass daraus spezielle Neuronentypen entstehen. Die Forscher konzentrieren sich nun in ihrem ERC-Projekt auf die subventrikuläre Zone im Gehirn, in der sich die ruhenden Stammzellen befinden. Sie wollen die Verschiedenartigkeit der Stammzellpopulationen entschlüsseln und die Mechanismen, die es den neuronalen Stammzellen ermöglichen, die Signale aus weit entfernten Hirnarealen aufzunehmen, um – abhängig von den physiologischen Bedingungen – spezifische Neuronentypen zu bilden.

Doetsch ist seit 2014 Professorin für Molekulare Stammzellbiologie am Biozentrum der Universität Basel, zuvor lehrte sie an der Columbia University (USA). Die gebürtige Kanadierin studierte Biochemie sowie Wissenschaftsgeschichte und -philosophie an der McGill University in Montreal und promovierte an der Rockefeller University in New York.

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