PERSONALIA

Erfolgreiche Bioinformatikerin

Dr. Juliane Perner ist die erste Preisträgerin des BIH-Awards.

Die Auszeichnung wurde Mitte September zum ersten Mal vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) vergeben. Sie ist mit 10.000 Euro dotiert. Ziel des Preises ist es, auf herausragende Leistungen von Frauen im Bereich der Bionformatik hinzuweisen und sie zu würdigen. Perner wurde für ihre Dissertation ausgezeichnet, in der sie sich mit dem Zusammenspiel von Histonmodifikationen und Proteinen, die das Chromatin verändern, an verschiedenen regulatorischen Elementen in der Zelle beschäftigt hat. Dabei betrachtete Perner mit Hilfe neuer bioinformatorischer Methoden das vollständige Genom einer menschlichen Zelle und nicht wie sonst üblich einzelne Gene oder Modellsysteme. Ihre neuen Erkenntnisse zur Rolle der Histonmodifikationen innerhalb der Zelle können künftig bei der Diagnostik und Therapie von Krebs- und neurodegenerativen Erkrankungen helfen. Perner promovierte am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und forscht nun am Cancer Research UK Cambridge Institute der University of Cambridge. Ihr Arbeitsschwerpunkt dort ist die Suche nach Biomarkern, die auf eine Tumorentwicklung hindeuten, um eine frühzeitige Behandlung beginnen zu können.

 © transkript.de/MaK Foto: Berliner Institut für Gesundheitsforschung