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Foto: Deutsche Diabetes-Gesellschaft

Ferdinand-Bertram-Preis vergeben

Für ihre herausragenden klinischen Forschungsarbeiten zur Insulinresistenz und der Rolle der Mitochondrien im Skelettmuskel und der Leber bei Typ-2-Diabetes erhielt Dr. Julia Szendrödi den mit 20.000 Euro dotierten Ferdinand-Bertram-Preis.

Die Diabetologin hat es sich zum Ziel gesetzt, die zellulären Vorgänge bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes aufzuklären. Dabei konzentrierte sie sich unter anderem auf die Auswirkungen einer hyperkalorischen Ernährung in Kombination mit wenig Bewegung. Die zu hohe Energieaufnahme im Vergleich zum Energieumsatz führt dazu, dass auch die „Kraftwerke der Zellen“ nicht mehr richtig arbeiten. Es kommt zu Fetteinlagerungen in den Skelettmuskeln und in der Leber.

Szendrödi arbeitet seit 2008 am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf. Im September 2013 übernahm die gebürtige Österreicherin die Leitung des Klinischen Studienzentrums am DDZ. Parallel dazu absolvierte sie von 2009 bis Ende 2015 ihre Facharztausbildung für Innere Medizin im Bereich Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Im Sommer 2016 habilitierte sich Szendrödi zu dem Thema, für das sie auf dem Deutschen Diabetes-Kongress 2018 in Berlin Mitte Mai den Ferdinand-Bertram-Preis erhielt.

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