PERSONALIA
Foto: Wahluniversum by Jessica Wahl

Hilde Mangold Award 2021

Für ihren bemerkenswerten Weg in der Wissenschaft und ihre Forschung an der extrazellulären Matrix wurde die Stammzellforscherin Prof. Dr. Katja Schenke-Layland mit dem Hilde Mangold Award 2021 geehrt.

Nach Studium und Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ging die Biologin zunächst 2004 als Postdoc an die University of California nach Los Angeles, wo sie 2008 Assistenzprofessor in der Abteilung Medizin/Kardiologie wurde. Und auch heute ist sie dort noch an wissenschaftlichen Projekten beteiligt. 2010 kehrte sie nach Deutschland zurück an das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik in Stuttgart und übernahm dort die Abteilung Zell- und Tissue Engineering sowie kommissarisch von 2016 bis 2017 die Leitung des gesamten Instituts. Seit 2011 ist Schenke-Layland Ordentliche Professorin für Medizintechnik und Regenerative Medizin an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, 2018 wurde sie Direktorin des NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut in Reutlingen.

In ihrer wissenschaftlichen Forschung beschäftigt sie sich mit der Gewebezucht aus Stammzellen. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die extrazelluläre Matrix, das Gewebe zwischen den Zellen, das für die Steuerung der Zellentwicklung zuständig ist. Ihre Forschungsergebnisse haben entscheidend zur Entwicklung des Tissue Engineering beigetragen und ihr bisheriger Lebensweg gilt als außergewöhnlich und vorbildhaft für junge Wissenschaftlerinnen, heißt es in der Begründung für die Ehrung.

Der Preis, der jährlich vom Deutschen Stammzellnetzwerk vergeben wird, erinnert an Hilde Mangold, die sich in den 1920er Jahren an der Universität Freiburg mit der pränatalen Entwicklungsbiologie befasste, und maßgeblich zur Entdeckung des Spemann-Organisators beitrug. Dafür gab es 1935 einen Nobelpreis, leider jedoch nicht für Mangold – sie war bereits 1924 tödlich verunglückt.

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