PERSONALIA
Foto: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Hirnforscher stärkt Mainzer Neurowissenschaften

Anfang November nahm Prof. Dr. Michael Schmeißer seine Arbeit als Direktor des Instituts für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie der Universitätsmedizin Mainz auf.

Der 35-Jährige gilt als ausgewiesener Experte auf dem Feld der molekularen Neurowissenschaften. Sein Forschungsschwerpunkt sind Fehlfunktionen molekularer Signalwege im Gehirn und daraus resultierende neuropsychiatrische Erkrankungen. Mit seinen Mainzer Kollegen möchte Schmeißer die dabei entstehenden zelltypischen Veränderungen im Gehirn analysieren, aber auch die Rolle des molekularen Aufbaus der Synapsen. Ursache für einen gestörten Synapsenaufbau sind bei diesen Erkrankungen häufig Genmutationen. Die Forscher wollen nun herausfinden, wie sich diese Mutationen auf die synaptischen Verbindungen auswirken. Ziel ist es, Korrekturmöglichkeiten für die fehlerhaften Synapsenverbindungen zu entwickeln.

Schmeißer studierte Medizin und promovierte 2010 an der Universität Ulm. Nach seinem Facharztabschluss 2014 forschte er am Institut Pasteur in Paris und am CNR Institute of Neuroscience in Mailand. 2016 erfolgte die Habilitation für die Fächer Anatomie und molekulare Neurowissenschaften. Ein Jahr später wurde er an die Otto von Guericke-Universität Magdeburg berufen und gleichzeitig Fellow des Leibniz-Instituts für Neurobiologie. 2018 folgte Schmeißer dem Ruf nach Mainz.

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