PERSONALIA
Foto: ©Katharina Wislsperger/UK Bonn

HIV-Experte für Bonner Virologie-Institut

Prof. Dr. Hendrik Streeck leitet seit Oktober das Institut für Virologie am Universitätsklinikum in Bonn.

Der renommierte HIV-Forscher war in den vergangenen Jahren an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen tätig. Nach dem Studium hatte Streeck an der Berliner Charité begonnen und an der Universität Bonn promoviert. Als Postdoc ging er an die Harvard Medical School in Boston. 2012 begann er seine Arbeit für das HIV-Forschungsprogramm der US-amerikanischen Armee. Dank der finanziellen Unterstützung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung konnte er 2015 an die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen berufen werden. Dort leitete er das Institut für HIV-Forschung. Diese Arbeit wird er in Bonn weiterführen.

Das eigentliche Ziel seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Entwicklung eines Impfstoffes gegen HIV. Bis dahin, fasst sich der 42-Jährige in Geduld und arbeitet sowohl an der Prävention als auch an Behandlungsmöglichkeiten für die Immunschwäche. In Bonn ist er nun auch wieder als Arzt im Einsatz, inklusive der damit verbundenen aktiven Diagnostik und Therapieberatung.

Neben seinem besonderen Augenmerk auf HIV will Streeck ebenfalls die Forschung rund um das ZIKA-Virus  oder Ebola weiter vorantreiben. Denn im Hinblick auf Klimawandel und Globalisierung besteht auch in Deutschland durchaus die Gefahr, dass Infektionen auftreten, die bisher eher mit exotischeren Gefilden in Verbindung gebracht werden.

Streeck wurde bereits mehrfach für seine Forschungsarbeit ausgezeichnet, so im Jahr 2009 mit dem Preis der Deutschen AIDS-Gesellschaft. Er ist seit kurzem Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen AIDS-Stiftung und deutscher Kongresspräsident der 11. IAS-Konferenz (IAS 2021), die im Juli 2021 in Berlin stattfinden wird.

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