PERSONALIA
Foto: Susanne Vondenbusch-Teetz © MPI für Biochemie

Janssen Award for Biomedical Research 2019

Für seine bahnbrechenden Erkenntnisse zur Proteinfaltung wird Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl (MPI für Biochemie) im September mit dem Dr. Paul Janssen-Preis für biomedizinische Forschung 2019 geehrt.

Gemeinsam mit dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried erhält Prof. Dr. Arthur Horwich von der Yale School of Medicine und Howard Hughes Medical Institute im September in Frankfurt am Main die Auszeichnung. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Abläufen bei der Proteinfaltung in Zellen. Dabei entdeckten sie, dass die Faltung durch Chaperone – sogenannte Faltungshelfer – unterstützt wird, die im Normalfall für eine fehlerfreie Faltung sorgen. Falsch gefaltete Proteine sind häufig die Ursache von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Krebs oder Morbus Crohn. Könnte man die Anzahl der Chaperone in Zellen erhöhen, ließen sich möglicherweise die Ablagerungen verhindern, die zu diesen schweren Erkrankungen führen – ein spannender Ansatz für neue Therapien.

Der Janssen-Award ist mit 200.000 US-Dollar dotiert. Er erinnert an Dr. Paul Janssen, den Gründer von Janssen Pharmaceuticals, und wird im Herbst überreicht. Erst im März 2019 waren Hartl und Horwich für ihre Forschungsergebnisse mit dem renommierten Paul Ehrlich und Ludwig-Darmstaedter-Preis ausgezeichnet worden.

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