PERSONALIA

Jürgen-Wehland-Preis

Ende Oktober vergab das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) den diesjährigen Jürgen-Wehland-Preis. Ausgezeichnet wurde die Biochemikerin Dr. Luciana Berod.

Berod promovierte in Jena und forscht seit 2010 am Institut für Infektionsimmunologie des Twincore – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung in Hannover. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe war es der Argentinierin gelungen, am Modell der Tuberkulose zu zeigen, welchen Einfluss die Anzahl regulatorischer T-Zellen auf den Ausgleich zwischen Schutzfunktion und unerwünschter Autoimmunreaktion hat. In einer international stark beachteten Studie untersuchte Berod Stoffwechselprodukte von Immunzellen und ihren Einfluss auf die Immunantwort und konnte nachweisen, dass die Entstehung von T-Helferzellen des Typs TH17 von der Fettsäuresynthese abhängt. Mit dem Preis, der jährlich auf dem North Regio Day on Infection verliehen wird, ehrte das HZI Berods herausragende wissenschaftliche Leistung, die zur Behandlung von chronischen Infektionen oder immunvermittelten Erkrankungen führen könnte. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und erinnert an den 2010 verstorbenen Wissenschaftlichen Geschäftsführer des HZI, Prof. Dr. Jürgen Wehland. 

 © transkript.de/MaK Foto: HZI/Verena Meier