PERSONALIA
Foto: UDE/Frank Preuß

Juniorprofessorin in Duisburg-Essen

Doris Hellerschmied-Jelinek wird an der Universität Duisburg-Essen eine neue Forschungsgruppe aufbauen, die sich mit der Proteinqualitätskontrolle beschäftigt.

Mit ihren Kollegen am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) will die 34-jährige Molekular- und Strukturbiologin herausfinden, wie Zellen auf zu starke belastende Einflüsse von außen reagieren. Im Fokus dabei der Golgi-Apparat, der innerhalb des Zell-Stoffwechsels Proteine sortiert, sie modifiziert und weiterleitet - wenn alles in Ordnung ist. Treten bei den Proteinen Fehlfaltungen auf, werden sie abgebaut. Das verhindert Zellstress, der letztendlich zu neuredegenerativen Erkrankungen führt und zum Absterben von Zellen des zentralen Nervensystems.

Bereits seit ihrer Promotion im Jahr 2013 am Institut für molekulare Pathologie in Wien beschäftigt sich Hellerschmied-Jelinek mit dem Thema Zellstress. 2015 ging sie als Postdoc an die Yale University in den USA, wo sie weiter zu dieser Thematik forschte. Im vergangenen Jahr erhielt sie für ihre herausragende wissenschaftliche Arbeit den renommierten Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Das Preisgeld (1,65 Mio. Euro) fließt nun wie geplant in den Aufbau ihrer eigenen Forschungsgruppe am ZMB.

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