PERSONALIA
Dr. Georg Gdynia

Landesforschungspreis Baden-Württemberg

Der baden-württembergische Landesforschungspreis für Angewandte Forschung ging Anfang Dezember an Dr. Georg Gdynia vom Universitätsklinikum Heidelberg.

Gdynias Forschungsgebiet ist die molekulare Tumorpathologie. Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe sucht er nach Wegen, maligne Tumorzellen mit körpereigenen Kräften und Abwehrmechanismen zu bekämpfen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler das High Mobility Group Box 1 (HMGB1)-Protein, das in der Lage ist, besonders aggressive anoxische Tumorzellen zu vernichten, und damit als neuer Antikrebswirkstoff eingesetzt werden kann. Außerdem entwickelte Gdynia einen Test (Energetic Fingerprinting EnFin), mit dem die Anzahl dieser Zellen im Tumor gemessen werden kann. Das Ergebnis hilft bei der Suche nach einer passgenauen, individuell zugeschnittenen Therapie für die Patienten. Mit EnFin erreichten Gdynia und sein Team in diesem Jahr Platz drei des bwcon Hightech Award CyberOne. Gdynia leitet kommissarisch die Sektion „Molekulare Tumorpathologie“ am Pathologischen Institut in Heidelberg. Im Mai dieses Jahres erhielt er bereits mit seinem Kollegen Dr. Jan Pencik von der MedUni Wien den Novartis-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie.

Der Landesforschungspreis Baden-Württemberg wird alle zwei Jahre für herausragende Forschungsleistungen in allen wissenschaftlichen Disziplinen verliehen. Ausgewählt wird jeweils ein Preisträger in der Grundlagenforschung und in der anwendungsbezogenen Forschung. Die Auszeichnung ist mit je 100.000 Euro dotiert, die für die weitere Forschung verwendet werden sollen.

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