PERSONALIA
Foto: Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik

Leibniz-Preis 2018

Die US-amerikanische Molekular- und Zellbiologin, Prof. Dr. Erika Pearce vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, erhält Mitte März den mit 2,5 Mio. Euro dotierten Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Pearce forscht auf dem Gebiet des Immunzellstoffwechsels. Sie konnte zeigen, dass der Stoffwechsel der T-Zellen, die bei Krankheiten für die Einleitung einer Immunantwort verantwortlich sind, die Immunreaktion entscheidend beeinflusst. Die Wissenschaftler konnten auch die Signalmechanismen entschlüsseln, die die stoffwechselbedingte Programmierung der T-Zellen bestimmen. Ihre Ergebnisse tragen wesentlich zu einem besseren Verständnis der Vorgänge während des Immunzellstoffwechsels bei und könnten zur Entwicklung neuartiger Therapien führen.

Nach dem Studium der Biologie promovierte Pearce 2005 in Zell- und Molekularbiologie. Im Anschluss an ihre Postdoc-Zeit an der Universität von Pennsylvania übernahm sie 2009 eine Forschungsgruppe am Trudeau Institute in Saranac Lake (NY, USA). 2011 wurde sie Assistant Professor für Pathologie und Immunologie an der Washington University School of Medicine in St. Louis (Missouri, USA), 2014 erhielt sie dort eine Ernennung zum Associate Professor auf Lebenszeit. Seit 2015 arbeitet die Biologin am MPI in Freiburg und leitet dort die neu gegründete Abteilung Immunmetabolismus.

©transkript.de/MaK