PERSONALIA
Foto: ©RUB, Kramer

Personalised Medicine Award 2018

Dr. Daniel Todt von der Abteilung für Medizinische und Molekulare Virologie der Ruhr-Universität Bochum gehört zu den ersten Wissenschaftlern, die mit dem Best Practice in Personalised Medicine Award des Internationalen Konsortiums für personalisierte Medizin ausgezeichnet wurden.

Todt, Jahrgang 1981, entdeckte bei Hepatitis E-Patienten Virusmutationen, die möglicherweise dafür verantwortlich sind, dass universelle antivirale Medikamente wie Interferone oder Ribavirin manchen Patienten helfen, anderen jedoch nicht. Mit der Methode des Virologen kann im klinischen Alltag festgestellt werden, in welchen Fällen die diese Medikamente zu einer Verbesserung des Zustandes führen werden.

Die Preisverleihung fand Ende November in Berlin auf der ersten vom International Consortium for Personalised Medicine (ICPermed) veranstalteten Konferenz statt. Die Geehrten erhielten ein Einladung zu dieser ICPermed-Konferenz, auf der sie ihr Best-Practice-Beispiel präsentieren konnten sowie eine Unterstützung bei der Verbreitung ihrer Erkenntnisse durch das Konsortium. Die Bewerbungsphase für das nächste Jahr hat bereits begonnen. Bewerbungsschluss ist der 21. Januar 2019.

Das ICPerMed wurde 2016 im Rahmen mehrerer Workshops der Europäischen Kommission initiiert. Es schafft einen flexiblen Rahmen für die Zusammenarbeit seiner Mitglieder (mehr als 30 öffentliche und private Gesundheitsforschungsförderer sowie politische Organisationen aus den EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus), um die personalisierte Medizin voranzutreiben. Aus Deutschland beteiligen sich das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesforschungsministerium.

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