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Foto: Phoenix-Gruppe

Phoenix Pharmazie Wissenschaftspreise

In der Kategorie Pharmazeutische Biologie erhielt Prof. Dr. Dirk Hoffmeister (Universität Jena) den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Phoenix-Gruppe.

Hoffmeisters Forschungsgebiet sind „Magic Mushrooms“, die die halluzinogene Substanz Psilocybin produzieren. Er konnte die Stoffwechselprozesse im Pilz bei der Entstehung der Substanz aufklären und welche Gene und Enzyme daran beteiligt sind. Außerdem war es Hoffmeister und seinem Team gelungen, diese Prozesse im Reagenzglas nachzuvollziehen, um eine Psilocybin-Herstellung in größerem Maßstab zu ermöglichen und damit den wachsenden Bedarf der Pharmaindustrie zu decken. Denn klinische Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff zum Beispiel bei therapieresistenten Depressionen oder auch bei Angstzuständen von Krebspatienten helfen kann. 

Mit den vier Preisen in verschiedenen Kategorien und insgesamt 40.000 Euro fördert der Pharmagroßhändler Phoenix jährlich die pharmazeutische Grundlagenforschung. Die anderen Preisträger in diesem Jahr sind Prof. Dr. Dagmar Fischer (Institut für Pharmazie der Universität Jena) in der Kategorie Pharmazeutische Technologie für die Entwicklung einer bakteriellen Nanozellulose – verwendbar als Wundauflage –, die über sieben Tage einen medizinischen Wirkstoff abgeben kann. Die Schmerzforscherin Dr. Rohini Kuner (Geschäftsführende Direktorin des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg) erhielt den Preis in der Kategorie Pharmakologie und klinische Medizin für ihre Arbeit zu schmerzverstärkenden Rezeptoren und Liganden. Dr. Daniel Merks (Goethe-Universität Frankfurt am Main und Fellow an der ETH Zürich) Forschungsschwerpunkt ist die Behandlung der nicht-alkoholischen Fettleber-Hepatitis. Dafür gab es für ihn die Auszeichnung in der Kategorie Pharmazeutische Chemie.

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