PERSONALIA
Foto: Universität Heidelberg

Prince Mahidol Award

Prof. Dr. Ralf Bartenschlager aus Heidelberg wurde Ende Januar für seine erfolgreiche Forschung zum Hepatitis C-Virus mit dem Prince Mahidol Award geehrt.

Der Preis ist mit 100.000 US-Dollar (rund 90.000 Euro) dotiert und wurde dem Heidelberger Virologen von Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn, Präsidentin der Prince Mahidol Award-Stiftung, in Bangkok überreicht. Mit seinen Forschungsarbeiten zum Hepatitis C-Virus hat Bartenschlager entscheidend zur Entwicklung einer wirksamen Therapie beigetragen. Inzwischen können 95 Prozent der betroffenen Patienten vollständig geheilt werden. Besser wäre jedoch ein vorbeugender Impfstoff gegen die Erkrankung, denn viele Menschen wissen nicht, dass sie infiziert sind und geben die Viren weiter.

Bartenschlager ist seit 2002 Leitender Direktor der Abteilung für Molekulare Virologie am Zentrum für Infektiologie der Universität Heidelberg. Außerdem leitet er die Abteilung Virus-assoziierte Karzinogenese am DKFZ und ist Sprecher des Forschungsschwerpunktes Infektion, Entzündung und Krebs.

Als Postdoc wechselte er 1990 zum Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche nach Basel und begann mit der Erforschung des Hepatitis C-Virus. Nach der Habilitation im Fachbereich Virologie an der Universität Mainz wurde er im Jahr 2000 auf eine Professur für Molekulare Virologie berufen. Zwei Jahre später erhielt er eine Chica und Heinz Schaller-Stiftungsprofessur an der Universität Heidelberg.

Für seine Arbeit wurde der Virologe bereits mehrfach ausgezeichnet – so 2013 mit Lautenschläger-Forschungspreis der Universität Heidelberg (dotiert mit 250.000 Euro), 2015 mit dem Robert-Koch-Preis (120.000 Euro) der gleichnamigen Stiftung und ein Jahr später mit dem Lasker-Preis, der mit 250.000 US-Dollar höchstdotierte medizinisch-wissenschaftliche Preis in den USA.

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