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Foto: CureVac AG

Reorganisation bei CureVac

Die Tübinger CureVac AG hat nun eine Abteilung Seltene Erkrankungen, die von Dr. Alan Kimura geleitet wird, und sucht mit CEPI nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus.

In der neu geschaffenen Abteilung Seltene Erkrankungen wurden die Bereiche Molekulare Therapien sowie Auge und Lunge zusammengefasst. Davon verspricht sich das biopharmazeutische Unternehmen eine Stärkung auf den Gebieten. Die Leitung hat Dr. Alan Kimura übernommen, seit mehr als 30 Jahren in der Branche tätig. Er hatte verschiedene leitende Funktionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie medizinische Anwendungen inne, unter anderem bei für Shire, Novartis, Transkaryotic Therapies und Wyeth. Zuletzt war Kimura Chief Medical Officer bei Enzyvant und Sutrovax und Vice President Clinical Develoment bei Translate Bio.

CureVac AG hat sich auf die präklinische und klinische Entwicklung mRNA-basierter Medikamente spezialisiert. Erst kürzlich vereinbarten die Tübinger eine noch engere Zusammenarbeit mit der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI), einer öffentlich-privaten Initiative zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen entstehende Infektionskrankheiten. Ziel dieser Übereinkunft ist die Entwicklung eines sicheren Impfstoffkandidaten gegen das neue Coronavirus nCoV-2019, der schnellstmöglich in einer klinischen Studie am Menschen getestet werden kann.

Bereits Ende Februar 2019 hatten Curevac und die CEPI ihre Zusammenarbeit beschlossen zur Entwicklung von RNA-Impfstoffen, die mit einem sogenannten RNA-Drucker hergestellt werden können. Die neuartige Technologie macht es möglich, in wenigen Wochen eine sehr große Menge an Impfdosen herzustellen und klassische Impfmethoden mit abgeschwächten oder abgetöteten Erregern zu vermeiden.

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