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Foto: © Astrid Eckert/TU München

Umweltpreis für Bodenexpertin

Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner, Professorin für Bodenkunde an der Technischen Universität München, erhält Ende Oktober den Deutschen Umweltpreis.

Seit 1995 erforscht Ingrid Kögel-Knabner die Bedeutung von Böden für den Klimawandel. Ihre Arbeit habe dazu beigetragen, dass Deutschland auf dem Gebiet führend sei, so Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU, zur Auswahl der Preisträgerin. Neben der Luft und dem Wasser werde der Boden nun als gleichwertiges Umweltmedium angesehen.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der globale Kohlenstoffkreislauf und hier die Kohlenstoffspeicherung im Boden. Pflanzen nehmen CO2 aus der Luft auf und lagern es in Form von Kohlenstoff in organischen Verbindungen im Boden ein. Sterben die Pflanzen ab und werden die Pflanzenreste durch Mikroorganismen zersetzt, kann das CO2 wieder in die Atmosphäre entweichen. Kögel-Knabner erforschte die Mechanismen, die den in den Pflanzenresten gebundenen Kohlenstoff nicht aus dem Boden entweichen lassen. Dadurch konnte sie zeigen, auf welchen Böden eine nachhaltige Kohlenstoffspeicherung möglich ist.

Mit 500.000 Euro ist der Deutsche Umweltpreis der höchstdotierte Umweltpreis Europas. Er wird Ende Oktober in Mannheim von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Gemeinsam mit Ingrid Kögel-Knabner wird in diesem Jahr der Unternehmer Reinhard Schneider geehrt. Ihm gehört die Mainzer Wasch- und Reinigungsmittelfirma Werner & Mertz, die auf eine ganzheitliche nachhaltige Produktion setzt.

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