PERSONALIA
Foto: Frank Kleinbach/Fraunhofer IGB

Vom Kuratorium in die Institutsleitung

Dr. Markus Wolperdinger wurde Anfang März neuer Institutsleiter am Fraunhofer IGB in Stuttgart, nachdem er sich bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres als designierter Institutsleiter und Berater auf diese Aufgabe vorbereitet hatte.

Wolperdinger kennt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB sehr gut. Er wurde 2011 Mitglied im Kuratorium des Instituts, 2014 sein Vorsitzender, und auch seine beruflichen Aufgaben führten ihn immer wieder mit dem IGB zusammen. So begleitete er mit der Linde AG, für die er seit Anfang 2011 in verschiedenen Bereichen tätig war, den Aufbau des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna als Generalunternehmer für die Anlagentechnik. Zuletzt war Wolperdinger bei Linde Leiter der globalen Produktlinie Biotechnologieanlagen und Senior Manager öffentliche Fördermittel.

Wolperdinger durchlief eine Ausbildung zum staatlich geprüften Chemielaboranten bei Wacker Chemie in München und machte im Anschluss daran das Abitur an einer Berufsoberschule. Er studierte Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er auch promovierte. Es folgten fünf Jahre bei der Innovative Lasers Corp. in Tucson, Arizona (USA), zunächst als Senior Research Scientist, später als Leiter der Produktentwicklung. Im November 2000 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Geschäftsführer der Munich Innovative Biomaterials GmbH, Marburg/Leuna. Im Sommer 2006 übernahm er bei der InfraLeuna GmbH die Leitung des Ansiedlungsmanagements und der strategischen Entwicklung industrielle Biotechnologie. Wolperdinger ist in zahlreichen Gremien und Fachverbänden aktiv, so unter anderem in den Kommissionen des Bundesforschungsministeriums zum Transformationsprozess der Bioökonomie sowie zu deren Zukunftsperspektive. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern und zum Vorstand des nationalen Clusters BioEconomy e.V.

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