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Foto: Patrick Seeger

VW-Stiftung fördert Archaeen-Forschung

Mit insgesamt 1,35 Mio. Euro fördert die gemeinnützige Volkswagenstiftung die Forschungsarbeit von Prof. Dr. Sonja-Verena Albers von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

Forschungsschwerpunkt von Prof. Dr. Sonja-Verena Albers sind Archaeen. Bisher analysierte die Biologin die Mikroorganismen auf molekularbiologischer Ebene. Für ihre Forschungsergebnisse wurde sie in die EMBO berufen. Nun will Albers ihre Archaeen-Forschung auf den Bereich Zellbiologie ausdehnen und anhand zweier ausgewählter Arten unter anderem herausfinden, wie die Zellteilung in Archaeen funktioniert und wie sie lokalisiert wird. Dafür stehen ihr in den kommenden fünf Jahren 950.000 Euro zur Verfügung, die sie aus der Förderrichtlinie „Momentum“ der Volkswagenstiftung erhält. Mit „Momentum“ unterstützt die Stiftung Forscher, die einen neuen Schwerpunkt in ihrer Arbeit setzen wollen.

Außerdem will Albers mit Kollegen der Philipps-Universität Marburg, des University College London und des Forschungslabors für Molekularbiologie in Cambridge (Großbritannien) die Annahme überprüfen, dass Eukaryoten durch die Symbiose zwischen einer Archaeen-Zelle und einem bakteriellen Partner entstanden sind. Archaeen sind die direkten Vorfahren von Eurkaryoten, sind in Aufbau und Organisation jedoch Bakterien ähnlich. Diese Forschung unterstützt die Förderlinie „Leben?“ der gemeinnützigen Stiftung mit insgesamt 1,5 Mio. Euro, 400.000 davon gehen direkt an die Biologin am Institut für Biologie II – Mikrobiologie – der Albert-Ludwig-Universität Freiburg.

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