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Foto: DKFZ

Württembergischer Krebspreis 2017

Dr. Lukas Bunse und seine Kollegen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg arbeiten an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Hirntumore. Dafür erhielt er jetzt den Nachwuchspreis des Württembergischen Krebspreises, dotiert mit 15.000 Euro.

Der Impfstoff richtet sich spezifisch gegen das Eiweißmolekül IDH1R132H, das in einigen Hirntumoren gebildet wird. Er soll das Immunsystem der Patienten gegen diese Tumorzellen aktivieren, gesunde Zellen dabei jedoch verschonen. Zurzeit befindet er sich in einer klinischen Studie. Die 15.000 Euro Preisgeld sollen für die Weiterführung des Projektes verwendet werden. Die Forscher wollen herausfinden, wie die Immunzellen IDH1R132H-tragende Tumorzellen genau bekämpfen, um die Impftherapie zu verbessern. Bunse, Jahrgang 1988, ist seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinischen Kooperationseinheit Neuroimmunologie und Hirntumorimmunologie am DKFZ, wo er auch promovierte. Er studierte in Heidelberg und London Medizin, anschließend folgte ein Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School in Boston (USA).

Den Württembergischen Krebspreis für ein Projekt oder einen Nachwuchswissenschaftler lobt die Dres. Carl Maximilian und Carl Manfred Bayer-Stiftung seit 2009 jährlich aus. Er ist für Mediziner unter 40 Jahren gedacht, die in Württemberg forschen oder von dort stammen.

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